ÜBER UNS: DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER HEILPÄDAGOGISCHEN ARBEIT IN KIEL
Aus Anfängen im Wohnzimmer einer sozial engagierten Familie, angeregt durch einen anthroposophischen Arzt, begann mit jungen Absolventen des Rudolf-Steiner-Seminars für Heilpädagogik 1969 eine Arbeit mit Seelenpflege-bedürftigen Kindern im Raum Kiel.
In der Folge entstanden integrative Kindergartengruppen und ein Frühförderungsnetz. An vier Zweigstellen im Kieler Umland wurde schulischer Unterricht erteilt, nachdem Eltern und Pädagogen zuvor die provisorischen Räumlichkeiten in Eigenarbeit hergerichtet hatten.
Inzwischen unterrichten wir gegliedert in 12 Jahrgangsklassen durchschnittlich 130 Schülerinnen und Schüler; 15 davon werden seit 1981 auch im Rahmen einer Wohngruppe begleitet.
Die Lehrer der Gründungszeit führten neue Mitarbeiter praktisch und im Rahmen von Fortbildungskursen in die Aufgaben mit den Kindern ein. Daraus entstand später ein eigenständiger Ausbildungsgang. Nachdem auch in Schleswig-Holstein durch ein neues Schulgesetz die zuvor als "nicht bildungsfähig" eingestuften Kinder schulpflichtig wurden, erlangte unsere Einrichtung den Status einer staatlich genehmigten Sonderschule.

Als Abschluss jahrelanger Vorplanungen konnte 1984 ein zentraler Schulbau in der Stadt Kiel errichtet werden.

Verschiedene Initiativen wurden selbständig, Nachfolgeeinrichtungen mit Werkstätten und Wohnmöglichkeiten für Schulabgänger entstanden. Konzeptionell hatte die Schule seit vielen Jahren eine ganzheitliche Betreuung angeboten, zu der selbstverständlich auch eine warme Mittagsmahlzeit gehörte; seit 2007 sind wir offiziell als  Offene Ganztagsschule (OGS) anerkannt.

Im Jahre 2009 wurde ein geräumiger Erweiterungsbau für die Werkoberstufe und die Nachmittagsangebote der OGS eingeweiht. Gleichzeitig konnte der so genannte weiße Raum, das ehemalige Schwimmbad, als Zentrum der Therapiestation eingerichtet werden.