Dieser Kurs bildete im Folgenden die wesentliche Arbeitsgrundlage für die spezifische fachliche Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innerhalb der anthroposophischen heilpädagogischen Bewegung. Neben einer polarisch ausgerichteten Darstellung verschiedener Konstitutionsbilder und einer Reihe von exemplarischen Fallbesprechungen enthält der Kurs etliche Hinweise zur Selbsterziehung der heilpädagogisch Tätigen. Er ist insofern als ein grundlegendes Übungsbuch, nicht als rezeptartige Handlungsanweisung zu verstehen.

Damit wird nicht allein das Bemühen um eine berufsadäquate innere Haltung angesprochen, sondern es wird der Blick auch auf die methodische Seite einer Selbstschulung gelenkt.  Hier kommen ganz besonders das Erlernen und Ausüben der verschiedenen Künste in Betracht, die von Anfang an nicht nur das Wesen der Waldorfpädagogik, sondern auch der verschiedensten anthroposophischen Berufsausbildungsgänge geprägt haben. Hieraus resultiert aus einem weiteren Aspekt, dass eine Tätigkeit innerhalb der anthroposophisch orientierten Heilpädagogik das Durchlaufen eines entsprechenden eigenständigen Bildungsgangs voraussetzt.

Aus dem HANDBUCH AUSBILDUNGEN: Anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie hat zum Ziel, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen eine individuelle leibliche, seelische und geistige Entwicklung zu ermöglichen, ihnen zu einem Leben in Würde und Selbstbestimmung zu verhelfen, die Integration in die menschliche Gemeinschaft und Gesellschaft zu fördern und ihren Beitrag für die Gesellschaft sichtbar werden zu lassen. Das Menschenverständnis der Anthroposophie stellt entsprechend die Frage, wie die Entwicklung des einzelnen Menschen wirksam unterstützt und gefördert werden kann.

Heilpädagogik und Sozialtherapie auf anthroposophischer Grundlage werden in mehr als 40 Ländern mit ca. 450 Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen praktiziert. Diese Einrichtungen bieten eine Vielzahl von Diensten an: Frühberatung und -förderung, Ambulante Heilpädagogik, Kindergärten, Schulen für Kinder und Jugendliche, Heime und Lebensgemeinschaften, Werkstätten und Wohneinrichtungen für Erwachsene. Sie sind Teil der Angebote für Menschen mit Behinderungen in ihren jeweiligen Ländern, erfüllen damit öffentliche Aufgaben und kooperieren eng mit Eltern und Angehörigen, Behörden, Fachverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen.
..........................................................................................................ZURÜCK.....ÜBER ANTHROPOSOPHIE


HEILPÄDAGOGISCHER KURS 1924


Punkt und Umkreis als Polaritäten:
Motiv aus dem
Heilpädagogischen Kurs