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DIE STATIONEN UNSERES NEUBAUS 2008 BIS 2009

25 Jahre nach dem Bezug unseres zentralen Kieler Schulbaus war es mit ihm geschehen: ohne Unterschied sind alle Kinder gewachsen – er dagegen wurde uns zu klein.

Seit dem Jahre 1984, als wir unsere schöne Schule beziehen durften, ist viel passiert. Unsere Schülerzahl ist von damals 110 auf inzwischen 125 geklettert! Die Stellung, die Menschen mit Behinderungen sich in unserer Gesellschaft erobern konnten, ist eine andere geworden, der Anspruch auf Integration und Teilhabe heute eine Selbstverständlichkeit  – auch wenn für seine Realisierung noch viel getan werden muss. So haben wir uns auf den Weg gemacht, mit der Anerkennung als offene Ganztagsschule unser Angebot entsprechend auszubauen, ein Hineinwachsen in den Stadtteil durch die Zusammenarbeit mit dem Turnverein Hassee-Winterbek (THW Kiel) gehört dazu wie die Schaffung von technischen Voraussetzungen für den Ausbau der Schwerstbehindertenbetreuung und die Einrichtung von maßgeschneiderten PC-Arbeitsplätzen für die Jugendlichen. Ein besonderes Anliegen ist uns zudem seit jeher das künstlerische Tun unserer Kinder. So wird der geplante Anbau an unsere Werkoberstufe auch einen großen kombinierten Gymnastik- und Atelierraum erhalten.

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Unser Neubauprojekt schließt sich mit seinen Backsteinabschnitten an die vorhandenen Bauten an, setzt aber dennoch in Form und Material neue Akzente.

Einige Fotos aus der Bauphase dokumentieren den Weg zu dem, was nun bereits als fertiges Haus angeschaut werden kann, dazu kam auch ein neuer Bikeport als "Nebenprodukt".


GRUNDSTEINLEGUNG

Nach langer Planungsarbeit war es endlich soweit!

Über eine provisorische Stiege konnten wir in die Baugrube gelangen. Nach vielen trüben Tagen lachte die Sonne vom Himmel. Statt einen Kreis zu bilden, folgte die Reihe der Schüler/innen und Erwachsenen den Formen des Fundaments. So wurde zum ersten Mal der Grundriss des Anbaus sichtbar.

Nach einer kurzen Ansprache durch Herrn Mahlau und dem ausführenden Architekten Herrn Dittrich wurde der Grundstein „befüllt“. In ein in der Metallwerkstatt selbst gefertigtes Behältnis kamen die Tageszeitung als Bestandteil der Tradition, die Pläne des Anbaus, ein Bergkristall als Symbol der klaren Gedanken, selbstgebrannte Backsteine der Bauepoche im Unterricht und aus jeder Klasse die selbstgemalten Portraits unserer Kinder, die aus dem Gebäude schauen. Der Grundsteinspruch begleitete das Schließen des Grundsteins.

Schon kurze Zeit darauf begannen die Bauarbeiten an dem Fundament des Neubaus. Das Fundament wurde mit Hilfe großer Maschinen und viel Geschick gegossen.

Wenige Tage nach der Trocknungsphase begannen die Maurerarbeiten. Ein großer gelber Baukran wurde aufgestellt, welcher der Baustelle das nötige Flair gibt und die Kinder begeistert. Die ersten Wände aus weißen Kalksteinen wachsen unter den neugierigen Blicken der Kinder und Kollegen empor.

RICHTFEST

Unter strahlend blauem Himmel und Sonnenschein konnten die Schulgemeinschaft und die Kindergärten des Vereins voller Freude das Richtfest unseres Neubaus feiern. Voller Spannung sahen wir zu, wie der große Baukran die schöne Richtkrone an die Balkenkonstruktion hob.

Nach einer feierlichen Rede von Herrn Brahmst und einem Richtspruch, den ein Zimmermann unter dem Einfluss dreier Gläser "Schnaps" zum besten gab, spielte die Schulband fröhlich auf, was die anwesenden Schüler umgehend zum Tanzen verleitete.

Nach einigen Tänzen und anregenden Gesprächen begaben sich die Kinder mit den Lehrern   in ihre Klassen, um den Tag, der ganz unter dem Motto "Richtfest" stand, ausklingen zu lassen.

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DER NEUBAU NACH DEN SOMMERFERIEN 2009

Stolz streckt sich die leicht geschwungene Eingangsfront aus rotem Backstein des Neubaus empor, um staunende Schüler und Lehrer nach den großen Ferien zu empfangen.

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Die Wand auf der Linken mit den Fenstern der Unterrichtsräume wurde aus Lärchenholz gefertigt.

Auch die Werkoberstufe freut sich über eine hölzerne Wand, mit leichten steinernen Einschüben und lebendigen Gründächern, wie auf den Bildern unten zu erkennen ist.

Große, formschöne Fenster und stilvolle Lampen sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre auch in den Innenräumen.

Aus dem "Weißen Raum", der nun Therapiestation geworden ist, sind unsere Auszubildenden und Werkoberstufen- wie OGS-Künstler, die nun endlich alle ihr helles Atelier zum Malen und Zeichnen bekommen, bereits Tafel und Pinnwand umgezogen. Die hier geschützt in die Decke integrierten Leuchten lassen es zu, dass der mit einem federnden Linoleum-Spezialboden ausgestattete Raum auch für sportliche Aktivitäten genutzt werden kann. Der THW hat sich für nachmittags schon gleich eingemietet.