ZUKUNFT GESTALTEN

Rudolf Steiner legte bei der Gründung der Waldorfschule Wert darauf, dass diese von den Pädagogen selbst verwaltet wird. Hierdurch sollte mehr Gestaltungsfreiheit für die Lehrer erreicht werden. In diesem Sinne ist auch die Rudolf-Steiner-Schule seit ihrer Gründung selbstverwaltet.

So wie sich jeder Mensch im Laufe seiner Biografie entwickelt, gilt dies auch für eine Einrichtung. Der soziale Organismus setzt sich aus verschiedensten Menschen mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen zusammen. Um die Fähigkeiten, Impulse und Initiativen jedes Einzelnen für die Gemeinschaft fruchtbar zu machen, benötigt es Strukturen, die dieses ermöglichen.

In den vergangenen drei Jahren arbeitete das Kollegium mit Unterstützung des Organisationsbegleiters Raymond di Ronco an den bestehenden Strukturen. Ziel dieses Prozesses war es, die Arbeit der einzelnen Delegationen klarer und transparenter zu gestalten. Sämtliche Delegationsbeschreibungen wurden überarbeitet und an die nun gelebte Form angepasst.

Das Herzstück bildet weiterhin die Mitarbeiterkonferenz, aus der alle Delegationen gebildet werden. Diese nutzen die Konferenz zur Bildgestaltung und Beratung. Außerdem berichten die Delegationen in dieser von ihrer Tätigkeit. Wir entschieden uns, die Schulführung als letzte Entscheidungsinstanz einzusetzen. Hierdurch wird die Handlungsfähigkeit der Schule sichergestellt.

Nun gilt es, sich in dieser neu gestalteten Form zu üben und wahrzunehmen, welcher Anpassungen es in Zukunft bedarf. Jegliche Struktur muss Raum für Begegnung und Miteinander schaffen und vor allem unserem Kerngeschäft der Heilpädagogik dienen.

Benedikt Heinrichowski